Klettern im Elbsandsteingebirge

 
Das Elbsandsteingebirge, zu dem die Sächsische Schweiz gehört, ist eines der attraktivsten und auch traditionsreichsten Klettergebiete Deutschlands. Im Jahre 1864 machten sich 5 Schandauer Turner auf, um den Falkenstein zu erklimmen. Der 6. März 1864 gilt somit als Geburtsstunde des sächsischen Felskletterns. Anfangs wurden noch künstliche Hilfsmittel benutzt, später jedoch wurden Regeln aufgestellt, die deren Verwendung verboten.
Weitere wichtige Regeln sind:
  • bei Regen oder Nässe darf nicht geklettert werden
  • alle Besteigungen müssen ohne künstliche Hilfsmittel erfolgen
  • die Felsoberfläche darf nicht verändert werden
  • die Verwendung von Magnesia und ähnlichen Stoffen ist verboten
  • Klemmkeile und ähnliche Sicherungsmittel sind nicht zu verwenden
  • Massivkletterei ist generell untersagt (mit 3 Ausnahmen)
Bergsteiger, die erstmals in dem Elbsandsteingebirge klettern, sollten sich vorher mit den Regeln und den Besonderheiten dieses Gebirges vertraut machen. Dazu gehört neben den eben genannten Grundsätzen auch, dass im Gegensatz zu vielen anderen Klettergebieten die Routen nicht durch Bohrhaken gesichert sind. Das Sichern erfolgt durch das Legen von Schlingen, was etwas Übung und Geschicklichkeit erfordert. Sicherungsringe sind nur in schwereren (i.d.R. ab dem VII. Schwierigkeitsgrad) Kletterrouten vorhanden. Dennoch hat das Klettern in dieser Region einen einmaligen Reiz nicht nur durch die Schönheit, sondern auch durch die vielfältigen Möglichkeiten sich dem Klettersport hinzugeben. Ob man nun eine Vorliebe für Risse, Verschneidungen, Reibungen, Wandkletterei usw. hat - im Elbsandsteingebirge findet man garantiert etwas für jeden Geschmack. Auch die Schwierigkeiten sind breit gefächert: Vom I. bis zum XI. Grad nach sächsischer Skala ist alles vorhanden, so dass Kletterer jeder Stärke hier lohnende Gipfel finden.

Blick auf Rauschenstein

Die Schrammsteine

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